Islamismus-Experte kritisiert Senat für Ditib Kooperation

By November 20, 2018Ditib, liberaler Islam, Türkei

Berliner Morgenpost 31.10.18 „Ditib vertritt ein Islambild, das mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Deutschlands nicht zu vereinbaren ist“, sagt er. „Der Staat muss deutlich machen, dass solch ein Islam nicht zu Deutschland passt. Kooperationen beweisen das Gegenteil.“ Zwar lasse sich Ditib nicht mit islamistischen Strömungen wie dem Salafismus vergleichen. „Das konservative Weltbild der Ditib aber schürt ebenfalls einen Angstglauben und kann so zum Nährboden werden für Muslime, die sich anschließend radikalisieren.“ Klar bewiesen sei zudem die enge Vernetzung mit der türkischen Islam-Behörde Diyanet, die direkt beim türkischen Präsidenten Erdogan angesiedelt ist. „Wenn der Senat die Geschäfte mit Ditib laufen lässt, ist das nicht nur naiv, sondern auch gefährlich“, so Mansour. „Ich erwarte von der Politik, dass sie sich von Ditib distanziert.“